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Staatsarchitektur der Weimarer Republik

Ausstellung in der Galerie des Architekturmuseums
6. November 2006 bis 2. Februar 2007

Staatsarchitektur ist immer Repräsentationsarchitektur: künstlerisch geformte Politik. Dies gilt auch für die Demokratie von Weimar, von der es lange hieß, sie habe keine Staatsarchitektur hervorgebracht. Zwischen 1920 und 1933 entstanden in der Hauptstadt Berlin die Reichsschuldenverwaltung, die Erweiterung der Reichskanzlei, das Haus des Rundfunks, das Deutsche Sportforum, der Wettbewerb für die Erweiterung der Reichsbank wurde abgeschlossen.

Gleichzeitig errichtete die Republik in mehreren deutschen Städten »Reichsdankhäuser«. Im Ausland vertrat die Avantgarde den Staat, darunter Planer wie Otto Bartning und Walter Gropius – das berühmteste Beispiel dieser Staatsarchitektur ist bis heute eine Inkunabel der Moderne, der Barcelona-Pavillon von Ludwig Mies van der Rohe aus dem Jahr 1929. Neben den ausgeführten Bauten waren es auch zahlreiche Wettbewerbe, die für ständige Diskussionen zwischen Politikern und Architekten sorgten, wie eigentlich die neue Staatsform der Republik und die neue Kunstform der Moderne in Einklang gebracht werden könnten.


Hans Poelzig
Entwurf für die Erweiterung des Reichstagsgebäudes (1929):
Perspektivische Ansicht des Bibliotheksneubaus

Dank der herausragenden Bestände des Architekturmuseums ist es möglich, einige der wichtigsten Projekte anhand von großformatigen Originalzeichnungen zu präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei das »Reichshaus« von Otto Kohtz, eine 200 Meter hohe Stufenpyramide, die direkt neben dem Reichstag entstehen sollte, und Hans Poelzigs Planungen für den Berliner Spreebogen zwischen 1926 und 1930, die er stetig variierte, erweiterte und schließlich mit einem Fächer aus zehn Hochhäusern krönte. Die Ausstellung zeigt diese Projekte im Kontext weiterer, zum Teil realisierter Staatsplanungen und entwirft so ein Bild der umfangreichen baupolitischen Aktivitäten der Weimarer Republik.

Als Begleitband zur Ausstellung dient das neu erschienene Buch »Die Staatsarchitektur der Weimarer Republik« von Christian Welzbacher. Es ist in der Ausstellung oder im Buchhandel erhältlich. (Lukas Verlag, Berlin 2006. ISBN 3-936872-62-7, € 48,-)

Geöffnet 6. November 2006 bis zum 2. Februar 2007
Montag bis Donnerstag, 12-16 Uhr
und nach Vereinbarung