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Julian Rose House, Wahroonga, Sydney, 1949-50
Foto von Max Dupain
© Penelope Seidler


Harry Seidler

Painting toward architecture
Eine Ausstellung von Vladimir Belogolovsky

Eröffnung:
Donnerstag, 11. Februar 2016 um 19 Uhr
(Straße des 17. Juni 152, Untergeschoss Flachbau)

Begrüßung:
Hans-Dieter Nägelke

Einführender Vortrag:
Vladimir Belogolovsky

Ausstellungsdauer:
15.2.-17.3.2016
Mo–Do 12–16 Uhr und nach Vereinbarung

»As much as the needs of fact, the needs of the spirit and the senses must be satisfied. Architecture is as much a part of the realm of art as it is of technology; the fusion of thinking and feeling. (Harry Seidler)«

Harry Seidler (1923–2006) zählt zu den bedeutendsten Architekten Australiens des 20. Jahrhunderts. Nachdem er 1938 seine Heimatstadt Wien verlassen musste, studierte er in England, Kanada und (als Meisterschüler von Walter Gropius) in den USA Architektur und konnte anschließend in den Büros von Marcel Breuer und Oscar Niemeyer erste Berufserfahrungen sammeln. 1948 folgte er seinen Eltern nach Australien, um deren Wohnhaus zu entwerfen – seinerzeit hitzig diskutiert, wurde es der Initialbau für die Durchsetzung des International Style auch auf dem fünften Kontinent und zugleich der Ausgangspunkt Seidlers steiler Karriere dort. Sie fand ihren sichtbarsten Höhepunkt in einer Gruppe von Hochhäusern im Zentrum Sydneys: dem 50-stöckigen Australia Square (1967), dem 60-stöckigen MLC Centre (1975), dem 44-stöckigen Grosvenor Place (1988), dem 30-stöckigen Capita Centre (1989), dem 29-stöckigen IBM Tower (1991), den 43-stöckigen Horizon Apartments (1998) sowie den 56-stöckigen Cove Apartments (1999). Trotz ihres langen Entstehungszeitraums verkörpern die Gebäude eine starke visuelle Kontinuität und stellen ein seltenes städtisches Beispiel einer großen Vision eines einzigen Meisterarchitekten dar.


Trade Group Offices in Canberra, 1970-74
Photo by Max Dupain
© Penelope Seidler

Seidlers sofort wieder erkennbares Werk – dem ein starker Sinn für Geometrie barocken Ursprungs, ein Gefühl für stabile, ausgewogene Kompositionen, das Wissen um Struktur und Materialien sowie der Einsatz origineller Sonnenschutzvorrichtungen als Reaktion auf die sehr intensive australische Sonne als Gestaltungsmerkmal innewohnen – kennzeichnen ihn als den kompromisslosesten und künstlerischsten Architekten seiner Wahlheimat sowie als einen der konsequentesten und einfallsreichsten Architekten seiner Zeit weltweit. Auch außerhalb von Australien tätig, vereinigte Seidler in seinem Werk zahlreiche Quellen und Einflüsse, die er im Laufe seiner Karriere strategisch aufzuspüren und weiterzuentwickeln wusste.

Selbstvertrauen, soziales Engagement sowie der methodologische und kooperative Zugang zur Gestaltung kommen von Walter Gropius, die Wohnbautypen, die Macht des Betons und die Wärme von Holz von Marcel Breuer, die standardisierten Bausysteme und expressive strukturelle Sprache von Pier Luigi Nervi, die skulpturale Schmiegsamkeit und lyrischen Formen von Oscar Niemeyer sowie das profunde Verständnis für die Reaktion des menschlichen Auges auf visuelle Phänomene von Josef Albers.
Seit den siebziger Jahren war Seidler zunehmend von den modularen Arbeiten der abstrakten expressionistischen Maler und Bildhauer Amerikas beeinflusst, insbesondere Norman Carlberg, Charles Perry und Frank Stella, wodurch er eine ganz persönliche künstlerische Sprache entwickelte.


Australische Botschaft Paris, 1973-77
Photo by Max Dupain
© Penelope Seidler

Seidlers Spätwerk ist trotz aller Freiheit und skulpturalen Anmutung nie beliebig. Seine majestätischen Formen waren stets durch rationale Planung, die Effizienz standardisierter Bauweisen sowie soziale und ökologische Überlegungen definiert und streben immer danach, maximale künstlerische Wirkung mit geringst möglicher Anstrengung zu erzielen.
Die von Vladimir Belogolovsky in Zusammenarbeit mit dem Seidler Estate kuratierte Ausstellung wird nach zahlreichen Ausstellungsstationen – darunter Madrid, Moskau, Wien, Rio de Janeiro, New York und natürlich Sydney – zum ersten Mal in Deutschland präsentiert.

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