Inv. Nr. 18454 Ferdinand Alexander von Quast Dom, Berlin Ansicht der Vorderseite und Schnitt, Maßstabsleiste Handzeichnung: Bleistift aquarelliert auf Papier 71,3 x 52,1 cm
Annähernd das ganze 19. Jahrhundert hindurch waren Neubauplanungen für den Dom am Lustgarten ein Dauerthema der Berliner Architektur. Erst 1816–1817 durch Schinkel umfassend erneuert, genügte die zwar klassizistisch veredelte, den Zeitumständen gemäß aber bescheiden gebliebene Emporenbasilika dem Repräsentationsbedürfnis der aufstrebenden preußischen Monarchie nicht mehr. Mehrfach beschäftigte sich Schinkel damit – angeregt und getrieben von seinem königlichen Freund Friedrich Wilhelm, der es nach seiner Thronbesteigung 1840 zu einem zentralen Bauprojekt seiner Regierung machte.
Inv. Nr. 18453 Ferdinand Alexander von Quast Dom, Berlin Situationsplan mit Grundriss, Maßstabsleiste Handzeichnung: Bleistift aquarelliert auf Papier 71,3 x 52 cm
Neben wechselnden basilikalen Entwürfen Wilhelm Stiers, Anton Hallmanns und immer wieder Friedrich August Stülers, dessen Basilikaprojekt 1844 sogar begonnen, 1848 aber wieder eingestellt wurde, vollzieht sich schrittweise der Wechsel zu einem Zentralbau. Ferdinand von Quast, Architekt und seit 1843 erster preußischer Konservator, entwickelt in diesem Sinne den von Stüler vorgegebenen, Museumsinsel und Schloss verbindenden Camposanto fort, trennt den eigentlichen Dom aber davon ab, stellt ihn auf die gegenüberliegende Seite der Spree. Hier war Platz genug für einen Kuppelbau utopischer Dimensionen, der anders als die dem Ideal einer frühchristlichen Kirche verpflichteten Vorstellungen des Monarchen den Ansprüchen einer protestantischen Staatskirche genügen sollte – ganz anders, aber auf seine Weise nicht weniger hypertroph sollte Julius Raschdorff das Thema mit seinem 1894 begonnenen Berliner Dom aufgreifen.
Inv. Nr. 14919 Julius Raschdorff Berliner Dom Ansicht Reprofotografie: Foto auf Papier 34,5 x 44,2 cm