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Pures Vergnügen

Heinrich Schweitzer
Admiralspalast, Berlin (1910-1911)

von Robert Habel

Inv. Nr. 42750
Heinrich Schweitzer / Hugo Meyer
Admiralspalast, Berlin
Damenbad
Foto: Foto auf Karton
45,5 x 35,5 cm (Texturscan)

1911 wurde anstelle des alten Admiralsgartenbades, das nach der Entdeckung einer Solequelle 1873 auf dem Grundstück Friedrichstraße 101/102 erbaut worden war, ein Neubau errichtet. Sein Architekt Heinrich Schweitzer war nach seiner Ausbildung in Stuttgart und München zunächst bei Messel beschäftigt, bevor er sich nach dessen Tod 1909 selbständig machte. Bei seinem Admiralspalast handelte es sich um ein großräumiges Vergnügungshaus, das neben einer luxuriösen Badeanlage in den unteren Stockwerken über eine Eisbahn und Restaurants verfügte.

Inv. Nr. 42738
Heinrich Schweitzer / Hugo Meyer
Admiralspalast, Berlin
Vorderansicht Friedrichstraße
Foto: Foto auf Karton
38,5 x 40,9 cm

Für die Fassade zur Friedrichstraße griff Schweitzer in seiner Gestaltung auf antike Formen zurück, die er durch die Anwendung kolossaler dorischer Säulen deutlich machte. Für den reichen Skulpturenschmuck aus istrischem Marmor war der Bildhauer Franz Naager verantwortlich, während an der Rückfassade Ernst Westpfahl gewirkt hatte. Die Innenräume der Bäderanlage in den oberen Etagen schmückten neoklassizistische Karlsruher Majoliken und Mosaiken der Firma Puhl & Wagner. Einen Höhepunkt künstlerischer Ausgestaltung bildete das Damenbad.

Inv. Nr. 42742
Heinrich Schweitzer / Hugo Meyer
Admiralspalast, Berlin
Innenraum der Eisarena
Foto: Foto auf Karton, weiße Tusche
44,4 x 49,5 cm

1922 wurde die Eisbahn durch die Architekten Kauffmann & Wolffenstein in ein Theater verwandelt, das 1939 von Paul Baumgarten d.Ä. erneut verändert wurde. Den Zweiten Weltkrieg hat das Haus nahezu unbeschadet überstanden und wird nach seiner denkmalpflegegerechten Sanierung 2005–2006 wieder als Theater, Café, Restaurant und Club genutzt.


Quellen / Literatur:

Vgl. Ahrends (1911) und Berkholz (2004). Der Bestand zu Heinrich Schweitzer wurde 1980 angekauft.

Mehr dazu im Architekturmuseum:

https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=51&SID=15845512243836

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