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Ecklösung

Schwebes & Schoszberger
Geschäftshaus Knesebeckstraße/Kurfürstendamm, Berlin-Charlottenburg (1964-1966)

von Robert Skwirblies

Inv. Nr. 48924
Schwebes & Schoszberger
Geschäftshaus Knesebeckstraße/Kurfürstendamm, Berlin-Charlottenburg
Perspektivische Ansicht
Handzeichnung: Bleistift auf Transparent
65,9 x 79,7 cm

Seit den fünfziger Jahren entstanden in der West-Berliner Einkaufsmeile Passagen und Mehrzweck-Geschäftshäuser. Zwischen 1964 und 1968 errichteten Paul Schwebes (1902–1978) und Hans Schoszberger (1907–1997) für die Central Cinema Company Film GmbH ein besonders großes Geschäftsgebäude. Der Stahlskelettbau fügt sich kompakt in die Bauflucht ein. Trotz der Fassadenlänge – an der Knesebeckstraße über 130 Meter – ist er nicht monumental. Die perspektivische Ansicht suggeriert entschieden mehr Dynamik, als dem mit einer Aluminium- und Stahlglasfassade zurückhaltend gegliederten Haus eigen ist. Die durchgehenden Schaufensterfronten und das weit vorkragende, hohe Vordach lenken die Aufmerksamkeit direkt auf den Zweck des Bauwerks.

Inv. Nr. 48923
Schwebes & Schoszberger
Geschäftshaus Knesebeckstraße/Kurfürstendamm, Berlin-Charlottenburg
Ansicht
Handzeichnung: Tusche, Bleistift, Filzstift auf Transparent
36,7 x 72 cm

An der Straßenecke lag der Hauptzugang zur Passage, die sich parallel zur Knesebeckstraße erstreckte. An ihrem sich verbreiternden Ende befand sich das Kino. Zwei weitere Eingänge mündeten auf die Knesebeckstraße. Die Geschäfte waren zur Straße wie zur Passage hin mit durchgehenden Glasflächen abgeschlossen, so dass eine überdachte, lichte Einkaufszone als Erweiterung des Kurfürstendamms entstand.

Inv. Nr. 49058
Schwebes & Schoszberger
Geschäftshaus Knesebeckstraße/Kurfürstendamm, Berlin-Charlottenburg
Ladenpassage: Perspektivische Ansicht mit Staffage
Reprofotografie: Foto auf Papier
28 x 29,7 cm

Bekanntheit erlangte das Haus vor allem durch seine Mieter, etwa das Kino »Lupe 1« oder die Diskothek »Big Eden«. Die kommerzielle Vielfachnutzung erforderte aber schon bald Transformationen: Die klaren Schaufensterfronten sind mittlerweile verbaut, die Passage selbst ist bis auf ein wenige Meter kurzes Stück verschwunden. Ersetzt wurden auch die für die Erbauungszeit so typischen Aluminiumblechelemente – durch Steinvorhangplatten im Zeitgeschmack der Jahrtausendwende.


Quellen / Literatur:

Vgl. Ausst. Kat. Bauen in Berlin (2000) und Buttlar/Heutler (2007). Der Bestand kam 1978 als Schenkung Schwebes' Witwe in die Sammlung.

Mehr dazu im Architekturmuseum:

https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=51&SID=15849598928229