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Praktisches Zeichnen

Unbekannt
Gießofen (1800)

von Katja Leiskau

Inv. Nr. 1108
N.N.
Gießofen
Schnitte, Grundrisse, Details
Handzeichnung: Tusche aquarelliert auf Papier
41,1 x 53,3 cm (Texturscan)

Mit der Eröffnung der von Heinrich August Riedel, David Gilly und Johann Albert Eytelwein konzipierten Bauakademie war ein wichtiger Schritt zur Emanzipation der Architektur aus dem erstarrten System der königlichen Akademie der Künste getan, auch wenn die neue Schule zunächst noch formell mit ihr verbunden blieb.

Inv. Nr. 1096
N.N.
Cottbusser Wehr
Grundriss (siehe Inv.Nr. 1100)
Handzeichnung: Tusche aquarelliert auf Karton
64,1 x 49,2 cm (Texturscan)

Nicht eine ästhetisch-theoretische, sondern eine auf hohem Niveau technisch-praktische Ausbildung war das Ziel, die gleichermaßen die Qualität des Staatsbauwesens heben wie die Stellung seiner Baubeamten stärken sollte. So stand das vierjährige Studium zwar im Prinzip allen Interessierten offen, Ausrichtung und Lehrinhalte waren allerdings stark auf die Bedürfnisse zukünftiger Staatsbaumeister zugeschnitten, die alle Bereiche des Bauwesens vom Wasser- bis zum Hochbau, von statischer Berechnung bis zur Verwaltungsökonomie gleichermaßen zu bewältigen hatten.

Inv. Nr. 1094
N.N.
Sprengwerk einer Brücke
Grundriss, Ansichten und Schnitte
Handzeichnung: Tusche aquarelliert auf Papier
48,2 x 31,9 cm

Aus der Frühzeit um 1800 hat sich eine Reihe farbiger Zeichnungen erhalten, die vermutlich von Bauaspiranten als Studienarbeiten für die Bereiche Maschinenlehre, Maschinenzeichnung, Schleusen- und Brückenbau sowie Konstruktionslehre angefertigt wurden. Die sorgfältig durchgearbeiteten Blätter illustrieren die Technikbezogenheit der zeitgenössischen Ausbildung in für heutige Augen erstaunlich ästhetischer Weise, die meist auf nur einem Blatt alle wesentlichen konstruktiven und technischen Aspekte zusammenzufassen sucht.


Quellen / Literatur:

Zur Ausbildungspraxis an der Bauakademie s. Strecke (2000) und (2002). Die Zeichnungen sind vermutlich Altbestand aus der Bauakademie.

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